Chopin - Eine Sonate in Paris
Frédéric Chopin lebte ein Leben zwischen Musik und der Tuberkulose. Der Komponist hatte seinen Vater, seine jüngste Schwester und zwei enge Freunde an diese Krankheit verloren und sollte schließlich selbst im Alter von 39 Jahren daran sterben. 1810 als Fryderyk Franciszek Chopin in der Nähe von Warschau geboren, wurde er im Paris der 1830er zum Star. Sein Klavierunterricht war heiß begehrt. Doch die Krankheit lag wie ein Schatten auf ihm, Hustenanfälle bestimmten sein Leben. Er soll sie aber auch bewusst genutzt haben, um ungewollten Begegnungen aus dem Weg zu gehen, wie George Sand beschrieben hat. Chopin hatte die Schriftstellerin 1836 kennen- und später lieben gelernt, ihre Beziehung prägte seine späten Jahre.
Der polnische Schauspieler Eryk Kulm, der Chopin spielt, soll Regisseur Michał Kwieciński zu diesem Film inspiriert haben - immerhin eine der größten Produktionen in der Geschichte des polnischen Kinos. Angeregt von Kulms Wunsch, in die Rolle des Komponisten zu schlüpfen, entstand eine Biografie, die sich auf Chopins Gefühlswelt konzentriert und sowohl sein ausschweifendes gesellschaftliches Leben als auch seine innere Traurigkeit porträtiert. Das hat mitunter kleine Längen, gibt aber tiefe Einblicke in sein Leben und die damalige Zeit, ohne dass man Vorwissen haben müsste - wobei der Einsatz moderner Musik interessante Akzente setzt. Nicht nur für Fans klassischer Musik!
mana
Buch: Bartosz Janiszewski
Regie: Michał Kwiecińki
Darsteller: Eryk Kulm, Victor Meutelet, Lambert Wilson, Joséphine De La Baume, Karolina Gruszka, Maja Ostaszewska, Michał Pawlik, Dominika Ostałowska, Martyna Byczkowska
Kamera: Michał Sobociński
Musik: Robot Koch
Produktion: Akson Studio, Telewizja Polska S.A., Wytwórnia Filmów Fabularnych we Wrocławiu, Canal+ Polska, Lower Silesia Film Center
Bundesstart: 22.10.2026
Start in Dresden: 22.10.2026