Hiddensee
Dem Beschreiben, Besuchen, Bewundern der Insel Hiddensee lag immer schon ein besonderer Zauber inne. Ganz zu schweigen vom tasächlichen Bewohnen des schmalen Streifen „süßen Lande“. Immer schon zog es Menschen weg von den mondänen Seebädern der Begüterten und Betuchten, hin zu den unverbauten, unmotorisierten 17 Kilometern Ostseesand. So wuchs übers letzte Jahrhundert ein ansehnlicher Kreis an Dauergästen und Zeit-Insulanern heran. Egal unter welchem Regime, hier war das Publikum immer erlesen, speziell und charmant. Sommers residierten hier Gerhart Hauptmann, Joachim Ringelnatz, Heinrich George oder Asta Nielsen. Fest verbunden mit der Insel ist auch der Name von Gret Palucca, die hier viele Sommermonate mit ihren Schülerinnen arbeitete. „Wer einmal hier war, kommt immer wieder - oder nie“. Wie passen Karl-Eduard von Schnitzler, Nina Hagen, Bertolt Brecht oder Feeling B. in das Urlaubsparadies, und wie die Dokumentarfilmerin Annekatrin Hendel (»Anderson«, »Familie Brasch«) selbst. Bei soviel herrlichen Publikum gilt es Geschichte zu schürfen, hat Hendel sich gesagt, und erinnert sich an ihre eigene, wilde Sommer-Jugend auf Hiddensee. In einem stillen Schwarz/Weiß porträtiert sie die Insel von heute, mit ihren aktuellen kommunalpolitischen Zerwürfnissen, die Insel ihrer eigenen Jugend mit den Punkkonzerten am Strand und die Insel von anno damals, mit all den namhaften Festlandflüchtlingen, die der Inselpuppenspieler Karl Huck liebevoll verfremdet.
alpa kino
Buch: Annekatrin Hendel
Regie: Annekatrin Hendel
Kamera: Martin Farkas
Musik: Flake
Produktion: Annekatrin Hendel
Bundesstart: 20.08.2026
Start in Dresden: 20.08.2026
FSK: o.A.