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Die reichste Frau der Welt

Satire, Frankreich/Belgien 2025, 121 min

Die reichste Frau der Welt verschenkt eine Milliarde Euro. Und zwar an einen Fotografen, der sie gekonnt um den Finger wickelt. So geschehen in Frankreich vor etwa 20 Jahren, als die L’Oreal-Erbin Liliane Bettencourt damit in die Schlagzeilen geriet. Sie hatte dem französischen Fotografen François-Marie Banier ebenjene Milliarde Euro in Form von Schecks, Kunst und auf anderen Wegen vermacht und ihn sogar als Erben eingesetzt - sehr zum Missfallen ihrer Tochter Françoise Bettencourt-Meyers.
Auch der französische Filmemacher Thierry Klifa verfolgte den unerhörten Vorgang und fragte sich, was sich wohl hinter den Kulissen abgespielt hat. Entstanden ist eine fiktionalisierte Geschichte, die sowohl einen persönlichen als auch universellen Zugang wagt. Klifa macht dabei vor der Verantwortung mächtiger Industrieller nicht Halt. So war auch Bettencourts Familie zur Zeit der Besetzung Frankreichs durch Nazideutschland mit dem Vichy-Regime verstrickt.
Der Regisseur betrachtet seine Figuren aber weder mit Pathos noch mit erhobenem Zeigefinger. Er zeigt sie als Menschen und nahezu wertungsfrei. Zuschauende schwanken hingegen zwischen ungläubigem Staunen und einem erstickten Lachen. Denn Laurent Lafitte mimt den großkotzigen Fotografen derart überzeugend, dass er dafür einen César als bester Schauspieler abgeräumt hat. Ganz zu schweigen von Isabelle Huppert, die als abgehobene Milliardärin überzeugt.
mana

Buch: Cédric Anger, Jacques Fieschi, Thierry Klifa

Regie: Thierry Klifa

Darsteller: Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Marina Foïs, Raphaël Personnaz, André Marcon

Kamera: Hichame Alouié

Musik: Antoine Givaudan

Bundesstart: 23.04.2026

Start in Dresden: 23.04.2026

FSK: ab 12 Jahren