5. August 2026

Im IMAX »Die Odyssee« erleben

Für das Format die beste Wahl.

Für das Format IMAX war dieser Film die beste Wahl. Prächtigere Werbung für das Format geht nicht. Wobei damit auch die Messlatte hoch (zu hoch?) gesetzt wurde. Besser geht es wohl nicht (»Toy Story in dem Format«?).

Die Vorführung von »Die Odyssee« (Foto) im IMAX wird zu einer gänzlich neuen Kinoerfahrung, vor allem auf den vorderen Reihen. Dank der beweglichen, nach hinten aufklappenden Kinosessel kann der Blick entspannt nach oben gerichtet werden. Denn das Bild hat es in sich. Über die komplette Wand entfaltet sich das Drama in einer selten gesehenen Farbenpracht und Helligkeit. Die drei Stunden vergingen fast wie im Flug.

Auch der Ton setzt in der Tat neue Maßstäbe hinsichtlich Umfang und Raumklang, die Bässe kamen hervorragend zur Geltung (wobei der Ton stellenweise zu laut war, wohl nicht nur ich ihn schon als störend empfand). Die musikalische Begleitung des Film ist erneut außergewöhnlich. Nolan rundet damit seinen Film auch akustisch ab, der Sound wird Bestandteil des Gesamterlebnisses. Ludwig Göransson beweist erneut seine Meisterschaft und der Zuschauer kann einen außergewöhnlichen und sehr vielfältigen Soundtrack erleben.

Gedreht wurde der Film auf analogem 70-mm Format. Die Projektion im IMAX erfolgt im anfänglich ungewöhnlichen Format 1,43:1, quasi fast das gute alte TV-Format. Nach kurzer Umgewöhnung gewöhnte ich mich und fand sogar Gefallen daran. Die klassische Projektion in den wenigen noch vorhandenen 70-mm Kinos erfolgt übrigens im Bildformat 2,2:1, dem von CinemaScope, das zum Maßstab für moderne Kinounterhaltung wurde (aktuell gilt als Standart im Kino das Bildformat 1,85:1).

Auf alle Fälle setzt der Film in Kombination mit dem Saal neue Maßstäbe.

Mersaw