Landmarks

Dokumentation, Argentinien/USA/Mexiko/Frankreich/Niederlande/Dänemark 2025

In Lucrecia Martels dokumentarischem Debüt zieht der Mord an einem wehrlosen Führer eines indigenen Volkes deutliche Parallelen zu Jahrzehnten von Landraub und Jahrhunderten der kolonialen Unterdrückung.
Das Jahr 2009: Drei Männer tauchen auf und reklamieren ein Stück Land im Nordwesten Argentiniens für sich. Javier Chocobar, ein sechsundsechzigjähriger Angehöriger des indigenen Chuchagasta-Volkes, das seit Generationen auf diesem Territorium lebt, stellt sich ruhig den Eindringlingen entgegen – als Schutz für sein Volk und dessen angestammtes Land. Es kostet Chocobar das Leben; zwei weitere Chuchagasta werden verletzt.
Die Tat wird gefilmt, doch erst nach neun Jahren zäher Demonstrationen und Proteste führen die Beweise vor Gericht. Doch dieser Fall ist nur ein Tropfen im Ozean ungerechter Enteignungen in ganz Südamerika.
Der FIlm ist eine Spurensuche nach einem Mord, der nie hätte passieren dürfen, und dem darauf folgenden Prozess. Regisseurin Lucrecia Martel setzt sich unverblümt mit den Mechanismen des Neokolonialismus auseinander. Der Film feierte auf den Filmfestspielen von Venedig 2025 internationale Premiere.

Im Anschluss an den Film wird es ein kurzes Filmgespräch in Kooperation mit Akifra e.V. (Move it Filmfestival) geben.

Regie: Lucrecia Martel

Bundesstart:

Start in Dresden: