Für immer 16
Der Film beruht auf einem Roman von Françoise Cactus. Sie hat sich vorgestellt, wie es wäre, alt zu sein und die Kumpels von früher wieder zu sehen: also Science-Fiction, bezogen auf die Individualpsychologie. Sie machen da weiter, wo sie aufgehört haben: 1. sie drehen einen Film und 2. sie zanken sich!
Neben den Rivalitäten und Streitereien stellen sich auch grundsätzliche Fragen: Wie altern Subversion, schwarzer Humor, Antimoral, Genderidentitäten, Feminismus, jugendliche Fundamentalopposition? Und wie kann man verhindern, dass Subversion Teil des Mainstreams und der Verwertungskultur wird? Die drei Hauptpersonen stehen für unterschiedliche Formen des
Scheiterns: Charlotte kommerzialisiert sich, Helena verbittert über der Erfolglosigkeit und Oskar gibt resigniert die Kunst auf.
Die fiktive Kunstgruppe, um die es geht, drehte Super-8-Filme. Dieses preiswerte Format, ursprünglich für den Heimgebrauch und Urlaubsfilme entwickelt, wurde das Symbol kultureller Dissidenz und die Ästhetik des antikommerziellen Widerstands jenes Zeitalters, in dem dieses dilettantisch-geniale Trio aktiv war.
Der Film „Für immer 16“ wurde ebenfalls auf Super-8-Material gedreht. Das Leben der ProtagonistInnen zeichnet sich durch den rauen, grobkörnigen Charme, die traumgleiche Unschärfe und die Indifferenz des Amateurformats aus. Die Umwertung der Werte findet auch an der Peripherie statt.
Buch: Brezel Göring
Regie: Brezel Göring
Darsteller: Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Anton Garber, Dame Twiggy
Produktion: Rapid Eye Movies
Bundesstart: 27.08.2026
Start in Dresden: 27.08.2026