The History of Sound
Es gibt ja Leute, die können Musik sehen. Oder sie können Farben hören. Für jede:n von uns sind Sinneseindrücke immer etwas anders. Auch wenn Musik uns alle berührt, so gibt es doch Menschen, die Musik noch einmal ganz anders wahrnehmen. So zum Beispiel auch Lionel (Paul Mescal), der eine ganz besondere Beziehung zu Musik hat. Er wächst im ländlichen Kentucky auf und ist geprägt von den Liedern seines Vaters und dem einfachen Leben auf einer Farm. 1917 begibt er sich auf nach Boston, um dort am Musikkonservatorium zu studieren. Dort lernt er den charismatischen Komponisten David (Josh O’Connor) kennen. Zwischen den beiden entflammt sofort eine tiefe Verbindung und Freundschaft. Doch der erste Weltkrieg trennt die beiden Männer. Das Schicksal meint es jedoch gut, und so reisen beide gemeinsam im Winter 1920 durch das verschneite Maine, um dort die Stimmen und Volkslieder ihrer amerikanischen Landsleute aufzunehmen. Damit wollen sie kommenden Generationen ein Geschenk machen. Ganz im Sinne von »Brokeback Mountain« kommen die beiden Männer sich immer näher. Sie erkunden nicht nur die Gegend und sammeln für ihr ethnografisches Projekt, sie erforschen Identität, Liebe und die Nachwirkungen des Krieges. Auch wenn Lionel Jahre später in Europa ein erfülltes Leben führt und sich einen Namen als Musiker macht, lässt ihn die Erinnerung an David nie los. Erst viel später wird ihm bewusst, warum diese Beziehung so besonders war.
Der südafrikanische Filmemacher Oliver Hermanus bringt mit »The History of Sound« eine Adaption der Kurzgeschichte von Ben Shattuck auf die große Leinwand. Zusammen mit dem Autor entwickelte er auch das Drehbuch während des Lockdowns der Covid-Pandemie. Der Liebesfilm feierte seine Premiere in Cannes.
Anne
Buch: Ben Shattuck
Regie: Oliver Hermanus
Darsteller: Josh O'Connor, Paul Mescal, Chris Cooper
Kamera: Alexander Dynan
Musik: Oliver Coates
Bundesstart: 09.04.2026
Start in Dresden: 09.04.2026
FSK: ab 6 Jahren