Vier minus Drei
Zu den Publikumslieblingen des Panorama-Programms der 76. Berlinale 2026 gehörte der österreichische Spielfilm »Vier Minus Drei« von Adrian Goiginger. Zusammen mit dem Drehbuchautor Senad Halilbašić adaptierte er für seinen sechsten Spielfilm den autobiographischen, gleichnamigen Roman von Barbara Pachl-Eberhart. Das Filmteam hat dabei eng mit der Autorin zusammengearbeitet und erzählt eine Geschichte von einem großen Verlust und der Zeit danach. Barbara (Valerie Pachner) ist gerade auf dem Weg nach Hause zu ihrem Ehemann Heli (Robert Stadlober), der wie sie den Clown-Beruf ausübt, und ihren zwei kleinen Kindern. Noch unterwegs erfährt sie, dass ihre Familie einen Unfall hatte und am Ende einer kurzen Zeitspanne ist klar, dass niemand der drei anderen überlebt hat. Wie geht es jetzt weiter? Die Trauer sitzt tief, aber mit den Erinnerungen an ihre Familie beschließt sie, weiter zu machen mit dem Clownsein und nicht ihre positive Art zu verlieren. Um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, schreibt sie einen Brief, der viele Menschen erreicht. Goiginger (»Die beste aller Welten«) verarbeitet ihre Geschichte zu einem berührenden Spielfilm, der nie ins Kitschige abdriftet. Er erzählt, dass Trauer nicht nur großer Schmerz sein muss. Mit lebendigen Erinnerungen zeigt der Film einen Weg auf, damit umzugehen und sich selbst nicht zu verlieren. Dabei verbeugt sich der Film auch vor der Stärke seiner Hauptfigur, die in allen Facetten einmalig von Valerie Pachner (»Ein verborgenes Leben«) eingefangen wurde. Auch der restliche Cast, allen voran mit Robert Stadlober als emotionaler Mittelpunkt, ist sehr gut besetzt. »Vier minus Drei« ist eine gelungene und berührende Adaption des Buches und eine absolute Empfehlung - nicht nur für die Buchfans.
Doreen
Buch: Senad Halilbašić
Regie: Adrian Goiginger
Darsteller: Valerie Pachner, Robert Stadlober, Hanno Koffler, Stefanie Reinsperger, Ronald Zehrfeld
Kamera: Paul Sprinz
Musik: Arash Safaian
Produktion: 2010 Entertainment, Giganten Film
Bundesstart: 16.04.2026
Start in Dresden: 16.04.2026
FSK: ab 16 Jahren